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Gesundes Fressen, gesunder Hund!
 

Was heißt eigentlich Barf?

Barf – leitet sich aus dem Englischen ab und steht für „bones and raw food“ (Knochen und rohe Nahrung). Eine Abkürzung, die uns leicht über die Lippen kommt. Barfen imitiert die Natur. Diese artgerechte Form der Ernährung gibt Hunden und Katzen, was sie in freier Wildbahn ebenfalls verzehren würden: Knochen, Innereien, Muskelfleisch, Blut, Fell und Haut – alles roh.

Barf ist keine reine Rohfleischfütterung

Damit ist allerdings nicht gesagt, dass Barfer ausschließlich rohes Fleisch füttern – sondern generell eben „Rohkost“. Sprich: Gemüse, Obst, Ei, Salat, Knochen – und natürlich auch Fleisch. Diese Lebensmittel werden in roher Form verfüttert. Schließlich springt dem Wolf, von dem der Hund abstammt, auch kein gekochtes Hühnchen vor die Nase. Davon abgesehen werden beim Erhitzen viele Strukturen zerstört, so dass wertvolle Inhaltsstoffe verloren gehen.

Warum eigentlich Barfer werden?

Wie kam eigentlich die Idee zu barfen auf, bzw. warum und wann fand ein Umdenken statt? Das wann und wer kann man schlecht beantworten, weil weltweit immer mehr Tierärzte, Biologen und Hundehalten relativ zeitgleich beobachteten, dass unsere geliebten Vierbeiner seltsame Krankheiten entwickeln, allergisch auf ihr Futter reagieren und das Sterbealter drastisch gesunken ist. In fast jeder Hundehalterfamilie, erinnert sich der Großvater noch daran, dass der Hofhund vom Bauernhof immer topfit war und ewig gelebt hat – und dass „obwohl“ er immer nur die Schlachtabfälle und Essenreste bekommen hat. Der Gedankensprung, dass also bei unserem industriell gefertigten Hundefutter irgendwas faul sein könnte, ist also nicht sehr groß.

Doch tatsächlich besteht das normale Trockenfutter immer noch überwiegend aus Getreide, in einigen findet sich sogar 80% davon. Getreide ist heutzutage eben immer noch billiger als Fleisch. Was aber ist daran so schlimm? Wenn man sich einmal überlegt, von welchem Tier unser Haushund abstammt, dann dürfte die Schlussfolgerung klar sein, was er zu essen braucht. Der Wolf jagt bis heute sein Futter im Wald – und das ist und war nie Getreide. Er ist, genauso wie sein Verwandter, der Hund, ein Carnivore – ein Fleischfresser. „Aber“ – argumentieren viele Barfgegner und Unwissende – „der Hund ist schon so lange domestiziert, der muss sich doch umgestellt haben. Wahrscheinlich verträgt er ja gar kein rohes Fleisch mehr!“ Dieser Satz ist schlicht und ergreifend Blödsinn. Bis sich ein Verdauungstrakt einer Tierart umstellt, vergehen ca. 10.000 Jahre. Der Wolf schloss sich vor ca. 15.000 Jahren dem Menschen an, wahrscheinlich als Jagdhelfer.

Der Barfer kann das Futter seines Hundes nach seinen Wünschen zusammenstellen

Der größte Vorteil von Barf ist, dass der Hundehalter genau weiß, was im Hundenapf landet. Kein Knochen- oder Fleischmehl, keine Abfallprodukte, keine unnötige Chemie, keine giftigen Substanzen, keine Geschmacksverstärker. Sollte der Hund unter Allergien leiden, kann der Hundebesitzer ausschließen, dass auch nur kleinste Mengen des Allergens ins Futter gelangt sein können. Er kennt außerdem die genaue Zusammensetzung des Futters und weiß ganz genau, wie viel Fleisch wirklich enthalten ist. Er kann je nach Stoffwechsel des Hundes die Menge an Kohlenhydraten variieren und so den Energiegehalt optimal auf ihn einstellen.
 

Vorteile von Barfen

  • Der Hund hat weniger Ausdünstung
  • Kein Zahnstein und kein Mundgeruch mehr
  • Barf minimiert den Kotabsatz
  • Abwechslung im Speiseplan auch für Hunde

Worauf muss ein Barfer bei der Hundeernährung achten?

Jeder Barfer füttert rohes Fleisch, aber nicht jeder Rohfleischfütterer ist ein Barfer. Zum Barfen gehört nämlich mehr als dem Hund ein paar Stücke rohes Fleisch hinzuwerfen. Er füttert auch Gemüse, Obst und für den Hund verdaubare Kohlenhydrate. Im Übrigen ist die Katze ein reiner Carnivore. 98% ihres Futters müssen aus Fleisch bestehen, weil sie Stärke nicht spalten kann. Wie bereits mehrmals erwähnt, gehören auch Obst und Gemüse auf den Speiseplan eines Hundes, ebenso wie Knochen und Öle. Man muss auch aufpassen, dass man nicht einfach immer nur Muskelfleisch füttert. Einige für den Hund wichtige Nährstoffe kommen nämlich nur in Innereien vor. Hier muss man darauf achten, dass das Verhältnis zwischen Muskelfleisch, Knochen, Gedärmen und Organen richtig gesetzt ist.
 

Speiseplan

Gemüse, Obst und Salat für Hunde

Auf dieser Seite habe ich Ihnen einige Obst-, Salat- und Gemüsearten aufgelistet, die Sie Ihrem Hund ohne Bedenken füttern können. Alle pflanzlichen Futterbestandteile müssen zwingend püriert werden. Der Hund hat kein Enzym, das die Zellwand der Pflanzen zerstören kann. Deswegen kommt er nur an die wertvollen Vitamine und Mineralstoffe, wenn wir die Zellwände vorher mechanisch zerstören.

A

  • Apfel: Pektin, Vitamin C, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, Natrium und Fruchtzucker
  • Ananas: Kalium, Magnesium, Phosphor, Eisen, Kupfer, Mangan, Zink, Jod und Vitamin C, regt die Eiweissspaltung und Fettverbrennung an, wegen hohen Säuregehalt nicht zu oft und nur überreif verfüttern
  • Aprikose: Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente, besonders Kalium und Eisen, Niacin, Panthothen- und Folsäure, Beta-Carotin, Lycopin, wirkt blutbildend und appetitanregend

B

  • Banane: 10 verschiedene Vitamine, besonders B 6,  Kalium, Magnesium, Zink, Kalzium, dazu Panothensäure, Folsäure, Fruchtzucker, das „Glückshormon“ Serotonin und das „Schlafmittel“ Tryphophan, sehr stärkehaltig und sättigend, helfen oft bei Durchfall
  • Birne: Karotin, Vitamin C, 4 Vitamine B, viel Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Zink, Kupfer, Eisen, Jod, wegen hohen Säuregehalt nicht zu oft und nur überreif füttern
  • Blumenkohl: Vitamin C, Kalium, Kalzium, Phosphor und Folsäure, nur gedämpft füttern, sonst verursacht er Blähungen
  • Broccoli: Flavone, Sulforaphan, viel Karotin, Kalzium, Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe, Kalium, Natrium, Eisen und Selen, nur gedämpft füttern, sonst verursacht Broccoli Blähungen

C

  • Chicorée:  Vitamin C, Kalium, Kalzium, Magnesium und Phosphor, schmeckt bitter, deswegen fressen ihn viele Hunde nicht
  • Chinakohl: Eiweiß, Kohlenhydrate, Aminosäuren, Senföl, Mineralstoffe und reichlich Provitamin A und Vitamin C

E

  • Erdbeere: Vitamin B, Natrium, Vitamin C, Pektin, Flavone, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, gut für die Konzentrationsfähigkeit und Fell

F

  • Feige: Sehr Vitaminreich (elf Stück), außerdem ist die Feige frei von Chemikalien, weil die Pflanze sehr schnell eingeht, wenn sie mit solchen behandelt wird. Vorsicht: wirkt abführend.
  • Fenchel: Eisen, Magnesium, Kalium, Calcium, Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Folsäure, die enthaltenen Öle schmecken allerdings vielen Hunden nicht.

G

  • Grünkohl: viele Vitamine (höherer Vitamin A-Gehalt als die Karotte), Mineralstoffe, Kalzium,  alle B-Vitamine (außer B12), sehr viel Vitamin C, Biotin. Vorsicht: wirkt blähend, deswegen nur geringe Dosen verfüttern

H

  • Heidelbeere: Vitamin C, Karotin, Myrtillin (blauer Farbstoff), Eisen, Kalium, Natrium , Gerbstoffe und Vitamine der B-Gruppe, Anthocyane. Immer überreif verfüttern. Vorsicht: für Katzen tödlich

I/J

  • Ingwer: Eisen, Kalium, Kalzium, Magnesium, Natrium. Phosphor, u.a. die Vitamine B3 und B6, Cholin, Inositol, proteolytische Enzyme, ätherische Öle, darunter die Gingerole, gut bei Magen-Darm-Problemen. Die meisten Hunde verweigern Ingwer allerdings.
  • Johannisbeeren: Vitamin C, Vitamine der B-Gruppe, Kalzium, Phosphor, viele andere Mineralien. Vorsicht: Für Katzen tödlich

K

  • Karotte: Ballaststoffe, Mineralstoffe (besonders Selen), fettlösliches Beta-Carotin (Vorstufe von Retinol/Vitamin A)
  • Kartoffel: Kohlenhydrate (Stärke), Eiweiß, Ballaststoffe, Natrium, Kalium, Kalzium, Phosphor, Eisen, zahlreiche Vitamine (A, B, C), sehr energiereich. Vorsicht: grüne Stellen und Keime wegschneiden, diese enthalten Solanin und sind gifitig. Nur gekocht füttern
  • Kirsche: Flavone, hohe Konzentration von Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Phosphor, Kieselsäure, Vitamin C, Karotin und Vitamine der B-Gruppe, gut für den Knochen- und Zahnaufbau bei jungen Hunden. Vorsicht: Kerne enthalten Blausäure (tödlich!), deswegen entweder darauf achten, dass der Hund die Kerne nicht zerbeißt oder entkernt.
  • Knollensellerie: ätherischen Öle, Eisen, Calcium, Provitamin A, Vitaminen E, B1, B2, B12 und C, wirkt harntreibend, allgemein stärkend, blutreinigend, hustenmildernd, entwässernd. Die meisten Hunde mögen keinen Sellerie
  • Kohlrabi: viele Mineralstoffe und Vitamine (vor allem Vitamin C), Blätter sind  3x so gesund wie die Frucht!

L

  • Löwenzahnblätter: sehr vitaminreich (v.a. Vitamin C), Flavonoide, Kalium, wirkt blutreinigend, appetitanregend, stärkend und leicht harntreibend. Am besten ganz junge Blätter frisch gepflückt verfüttern

M

  • Mandarine: Provitamin A, Vitamin C, Mineralstoffe, Fruchtzucker, sehr säurehaltig, deswegen nur in kleinen Mengen füttern
  • (süße) Mandeln: Mandelöl, Spuren von Zucker, Vitamin B und E, Calcium, Magnesium, Kalium, Folsäure. Vorsicht: Bittermandeln sind hoch giftig und äußerlich kaum von den süßen Mandeln zu unterscheiden. Normalweise verhindert zwar der bittere Geschmack, dass sie gefressen werden, mir persönlich ist es aber zu gefährlich
  • Melone: 90% Wasser, kaum Kalorien, in Wassermelonen stecken nicht viele Vitamine. aber Zuckermelonen enthalten sehr viel Vitamin C, Beta-Carotin, Calcium und Kalium. Nur sehr reif füttern, sonst kommt es zu Durchfall

O

  • Orange: Vitamin C, Kalium, Magnesium, Kalzium, Phosphor, Beta-Carotin, wirkt blutreinigend und blutdrucksenkend, stärkt das Immunsystem, sehr hoher Säuregehalt, deswegen nur in kleinen Mengen und überreif füttern

P

  • Pfirsich: Vitamin A, B und C, Kalzium, Magnesium, Natrium, Eisen, Zink, Beta-Carotin, Flavone, wirkt entwässernd, blut- und nierenreinigend,  regt die Verdauung an, reguliert den Stoffwechsel, gut für Haarkleid und Augen, nur überreif verfüttern
  • Pflaume: Karotin, B1, B2, Eisen, Kupfer, Zink, Kalium, Natrium, Phosphor, Kalzium, wirkt verdauungsfördernd, entgiftend, regt die Speicheltätigkeit, den Kreiskauf und die Magensaftproduktion an, geschält füttern, weil die Schale Gärungen verursachen kann. Vorsicht: für Katzen tödlich!
  • Preiselbeere: Kalium, Kalzium, Phosphor, Magnesium, Vitamin C, wirkt leicht antibakteriell, gut für die Harnwege, nur in geringen Mengen geben, da sonst durchfallfördernd. Vorsicht: für Katzen tödlich!

R

  • Rote Beete: viele Vitamine und Mineralstoffe (v.a. Kalium), sehr hoher Folsäuregehalt (200g rote Beete decken bereits den halben Tagesbedarf ab), Saponine, Flavonoide, wirkt appetitanregend und verdauungsfördernd

S

  • Salat: Eiweiß, Vitamin C, Folsäure, Karotin, Kalzium, Kalium, Kupfer, Jod, Spuren von Zink, Mangan, Selen
  • Spargel (grün/weiß): Mineralstoffen, Vitamin C, Carotinoiden, B-Vitamine, wirkt harntreibend
  • Spinat: Eiweiss, 10 Vitamine, 13 Mineralstoffe, Enzyme, Alpha- und Betakarotin, Sekretin, Bitterstoffe, Eisen, Stängel und Blattrippen entfernen. Diese enthalten Nitrat, das im Hundeorganismus in das gesundheitsschädigende Nitrit umgewandelt wird.

Z

  • Zucchini: Vitamine, Kalium, Kalzium, Magnesium, Phosphor, sehr hohe Verdaulichkeit

Was darf nicht in den Futternapf?

  • Zwiebeln
  • Knoblauch und andere Laucharten
  • Avocado
  • Paprika, Tomaten und Aubergine und rohe Kartoffel
  • Weintrauben und Rosinen
  • Kakao und Schokolade
  • Hülsenfrüchte
 

Preisliste

Produkt Verpackungseinheit Preis
     
Rinderpansen(500g)1,25 €
Rinderpansen(1000g)1,95 €
Pansen-Rinder-Mix(500g)1,45 €
Pansen-Rinder-Mix(1000g)2,35 €
Rindfleisch(500g)1,45 €
Rindfleisch(1000g)2,40 €
Rinder-Gulasch(500g)2,00 €
Rinder-Gulasch(1000g)3,50 €
Rinderherz(500g)1,45 €
Rinderherz(1000g)2,40 €
Rinderknochen(1000g)1,70 €
Rinderleber(500g)1,15 €
Rinderleber(1000g)1,80 €
Innereien Mix(500g)1,45 €
Innereien Mix(1000g)2,40 €
Rinderohr mit Fell(1 Stk.)1,20 €
Rinder Milz(500g)1,25 €
Rinder Milz(1000g)2,00 €
Blättermagen(500g)1,15 €
Blättermagen(1000g)1,75 €
Rinder Niere(1 Stk.)1,50 €
Rinder Kehlkopf(1 Stk.)0,90 €
Geflügel(500g)1,20 €
Geflügel(1000g)1,90 €
Geflügel-Rind-Mix(500g)1,40 €
Geflügel-Rind-Mix(1000g)2,25 €
Geflügel-Pansen-Mix(500g)1,40 €
Geflügel-Pansen-Mix(1000g)2,25 €
Geflügelhals(500g)1,10 €
Geflügelhals(1000g)1,70 €
gekochtes Geflügelfleisch(1000g)2,40 €
Eintagsküken(35 Stk.)2,50 €

Bestellen Sie direkt unter: bestellung@tierfutter-lemgo.de

Das tiefgefrorene Futter ist hygienisch in Folie zu jeweils 1 kg verpackt.
Die meisten unserer Produkte sind grob gewolft, soweit nicht anders ausgewiesen.
Sie können selbst abholen oder für eine Fahrkostenpauschale liefern lassen.
Bezahlt wird bar.